Das Buch, der Autor und Du #Blogparade

Heute Abend hatte ich plötzlich mal wieder so richtig Lust, an einer Blogparade teilzunehmen. Nach kurzem Suchen wurde ich fündig bei einem wirklich tollen Thema, das sich zur Abwechslung mal so gar nicht mit Kindern, Familie & Co. beschäftigt. Stattdessen geht es heute um etwas, das ich mit Fug und Recht als mein größtes Hobby bezeichnen kann: Das Lesen.

„Das Buch, der Autor und Du“ heißt die Blogparade und wurde ins Leben gerufen durch Sarah von BookPrincess – herzlichen Dank dafür! Und schon geht es los:

1. Welches Buch muss jemand lesen, damit du ihn in der Bahn ansprichst? Einen der fünf Teile von George R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ auf Englisch. Ich habe schon oft beklagt, wie viel der wortgewaltigen, ausdrucksstarken Sprache Martins in der Übersetzung ins Deutsche verloren geht (und wie viel mehr noch davon bei der Adaption zur TV-Serie). Ich würde gern die Gelegenheit nutzen, die Unterschiede mit jemandem zu diskutieren, der das Original ebenfalls kennt.

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2. Hast du mal ein gutes Buch mit einem realen, aber ungewöhnlichen Schauplatz gelesen? Hm, schwierig. Was ist ein ungewöhnlicher Schauplatz? Vielleicht der Orient aus Agatha Christies „Erinnerung an glückliche Tage“. Hierin beschreibt die Queen of Crime ihre Erlebnisse auf den Ausgrabungsreisen in Syrien, zu denen sie ihren Mann, den Archäologen Max Mallowan, begleitete. Ein realer Ort, der für Europäer in den 1930er Jahren, insbesondere aber für eine Frau, wohl als ungewöhnlich bezeichnet werden kann.

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3. Wie hast du deinen Lieblingsautor gefunden oder er dich? Oje, auch das ist keine leichte Frage. Ich habe nicht den „einen“ Lieblingsautor, sondern ziemlich viele davon. Dazu zählen Elizabeth George, Barbara Vine, Patricia Cornwall, Christian Jacq, Isabel Allende, Jane Austen und Fjodor Dostojewski… Die meisten von ihnen habe ich durch Zufall gefunden – mir wurde ein Buch geschenkt, ich habe es gelesen, toll gefunden und das Gefühl bekommen, noch nicht genug davon zu haben… Bei Barbara Vine hat mich meine Mutti auf den Geschmack gebracht, die selbst so gut wie alle Bücher hat von ihr beziehungsweise Ruth Rendell, um deren Pseudonym es sich ja handelt.

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4. Welches Buch ist das Beste von deinem Lieblingsautor? Bei vielen Lieblingsautoren gibt es natürlich auch entsprechend viele Lieblingsbücher… Ich entscheide mich für Christian Jacqs Ramses-Pentalogie, weil ich schon immer fasziniert war von altägyptischer Geschichte, weil Pharao Ramses der II. – der im Mittelpunkt der Reihe steht – ein in vieler Hinsicht bemerkenswertes Leben hatte und weil Christian Jacq es schafft, die Welt des 13. Jahrhunderts vor unserer Zeit so lebendig in meiner Fantasie zu erschaffen wie sonst kein anderer.

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5. Auf welches Buch in deinem Regal bist du wirklich stolz? „Interview with the Vampire“ von Anne Rice. Ich habe es aus England mitgebracht, wo ich es gebraucht in einer Bibliothek erstanden habe. Es war eines der ersten fremdsprachigen Bücher, die ich gelesen habe, und zusammen mit den Erinnerungen an meine großartige Zeit in Großbritannien hängt mein Herz daran.

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6. Welche fünf Eigenschaften zeichnen dich als Bücherwurm aus außer Lesen? Tja, das ist gar nicht so einfach zu beantworten, da das Lesen ja letztendlich die Essenz des Begriffs „Bücherwurm“ ist. Ich würde darüber hinaus noch sagen:

  • Ich lese ziemlich schnell. Das ermöglichte mir in jungen Jahren (als ich noch soooo viel Zeit hatte…) einen enormen Durchsatz, heutzutage erlaubt es mir, ein Buch über mehrere Tage hinweg zumindest halbwegs am Stück zu lesen.
  • Drei Kinder, Job, Haus – die Freizeit ist knapp bemessen, wer kennt das nicht? Bei allen Prioritäten, die man setzt, bei allen Pflichten, die zu erfüllen sind und bei allen Abstrichen, die man so machen muss: Das Lesen ist eines der wenigen Dinge nur für mich selbst, für die ich versuche, mir immer noch irgendwie die Zeit zu nehmen. Das klappt nicht immer, klar, aber der Wille ist da 😉
  • Ich lese beim Essen. Keine sonderlich gesunde Angewohnheit, ich weiß. Und trotzdem: Wenn ich mal allein beim Essen bin (was selten genug vorkommt) ist es der Inbegriff von Luxus für mich, den Teller vor mir zu haben, den Löffel oder wahlweise die Gabel in der linken, das Buch in der rechten Hand. Auf diese Weise kann ich zwei Dinge verbinden, die ich sehr gern tue, und mein Gehirn suggeriert mir, dass der Genuss dadurch potenziert wird. Das ist schon so, seitdem ich Teenager bin, und wird sich wohl auch auf absehbare Zeit nicht ändern.
  • Wenn ich lese, vergesse ich die Welt um mich herum. Ich kann beim Lesen wirklich abschalten. Lärm, Stress, Ärger – sobald ich ein Buch in die Hand nehme, tauche ich ganz und gar ein in die Welt, die die Buchstaben auf den Seiten für mich entstehen lassen.
  • Letztes Jahr habe ich eine ganze Weile überlegt, was ich mir zu meinem 30. Geburtstag wünschen sollte. Und plötzlich hatte ich die geniale Idee: Jeder meiner Gäste sollte mir ein Buch schenken, das ihm persönlich irgendwann einmal sehr beeindruckt hat. Herausgekommen ist eine bunte Mischung der verschiedensten Werke, Genres und Autoren, die nun ein ganzes Fach in meinem Bücherregal füllen. Es war in Summe eines der tollsten Geschenke, die ich je bekommen habe – auch wenn ich noch nicht mal richtig dazu gekommen bin, mit dem Lesen anzufangen. Nichtsdestotrotz sagt dieser Wunsch eigentlich alles aus über mich und meine Affinität zu Büchern.

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6 Kommentare zu „Das Buch, der Autor und Du #Blogparade“

  1. Hallöchen,

    es scheint so als müsste ich mich momentan in der Bahn vor die in acht nehmen. Lese zur Zeit „A song of ice and fire“. Aber ich glaube, du würdest bei mir sehr enttäuscht sein. Kenne die deutsche Version nicht und die Serie habe ich auch nie gesehen. Wäre also eine sehr kurze Diskussion.

    Das mit der Welt um einen herum zu vergessen, kenne ich auch sehr gut. Hätte einmal beinahe vergessen in der S-Bahn auszusteigen, als ich heim gefahren bin, weil ich so im Buch versunken war.

    Die Idee mit den Büchern ist echt toll und gerade zu einem Jubiläumsjahr eine tolle Sache. Ich glaube, ich klaue mir die Idee für meinen eigenen dreißigsten Geburtstag, auch wenn es noch ein bisschen hin ist.

    Liebe Grüße,
    Abigail
    Mein Beitrag

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Abigail,
      ach, so viel Vorsprung habe ich da gar nicht: ich selber habe nur ein paar Folgen der TV-Serie gesehen und auch nur ein paar Seiten der deutschen Übersetzung gelesen. Es hat trotzdem gereicht, um einen Eindruck zu bekommen – es war eine Art Kulturschock 😉
      Ja, die Idee mit den Büchern zum Geburtstag kann ich nur weiterempfehlen 😉

      Viele liebe Grüße von Pia

      Gefällt mir

  2. Hallo Pia,
    vielen Dank, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast. Ich freue mich sehr, dass du sie gefunden hast.
    Beim Essen lese ich übrigens auch, zumindest, wenn ich alleine bin. Das spart nämlich Zeit!
    Die Idee mit den Buchgeschenken zum 30. finde ich richtig, richtig gut! Auf die Art und Weise lernt man viele neue Bücher kennen und bestimmt auch ganz unterschiedliche Genres. Super!
    Alles Liebe,
    Sarah

    Gefällt 1 Person

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