10 Dinge, die mich von der „idealen“ Mama unterscheiden

Kürzlich bin ich bei Anni von Marmeladenschuh auf einen amüsanten Beitrag mit dem Titel „Meine Mama-Mankos“ gestoßen. Darin zählt Anni auf, mit welchen Eigenschaften des (klischeehaften) Mütterideals sie sich so gar nicht identifizieren kann.

Ich musste gar nicht lange nachdenken, da hatte ich selbst 10 Dinge gefunden, die mich ganz klar als mütterliches Musterbeispiel disqualifizieren. Einige davon finden sich auch auf Annis Liste, andere sind wohl spezifische Tiet-Mama-Mankos. Also, los geht’s: Weiterlesen…

Nachtschlafrückblicksbilanz

Vor genau drei Wochen haben wir es das erste Mal ausprobiert, alle drei Kinder in einem Zimmer schlafen zu lassen. Wenn ich nun nach 21 Tagen Bilanz ziehen will, bringt das auch die Erinnerung zurück an die Zeit, als die Mädchen noch im Baby-Alter waren und wir vor ganz ähnlichen Fragen standen.

Die ersten Lebensmonate hat Nele im Stubenwagen bei uns im Schlafzimmer geschlafen. Wir waren damals noch ziemlich konsequent: Wenn sie geweint hat, bin ich aufgestanden, habe mich mit ihr in den Sessel gesetzt, sie gestillt und anschließend wieder in den Stubenwagen gelegt. Später war es dann D., der ihr das Fläschchen gab, aber das grundsätzliche Prozedere blieb gleich – und zwar jede Nacht einige Male, Monat für Monat. Irgendwann hat D. vorgeschlagen, sie im eigenen Bett im Kinderzimmer schlafen zu lassen. Ich war zunächst dagegen, weil mir bei der Vorstellung graute, mehrmals in der Nacht hundemüde die zusätzlichen Meter bis in ein anderes Zimmer zurücklegen zu müssen. Als Nele etwa 8 Monate alt war, setzte sich D. schließlich durch. Wie so oft behielt das Papa-Bauchgefühl Recht: Buchstäblich von einem Tag auf den anderen waren wir die stolzen Elterns eines Kindes, das nachts durchschlief. Das hat unsere Älteste (mit wenigen Ausnahmen) bis heute so beibehalten. Weiterlesen…

Drei Kinder im Kindergarten…

… bedeutet offensichtlich auch, ein dreifach schlechtes Gewissen verdient zu haben. In jedem der Rucksäcke unserer Kinder lag heute dieses kleine Zettelchen – wohl, um sicherzustellen, dass wir mindestens ein Exemplar auch wirklich lesen. Falls wir eins übersehen. Oder verlieren. Oder ignorieren.

Ja, ich gebe es, zu: D. und ich gehören beide zu der Kategorie Eltern, die sich nicht engagieren. Die sich nicht in Listen eintragen. Die beim Hinbringen und Abholen der Kinder ihre Aufenthaltszeit in den Räumlichkeiten der Kindertagesstätte auf ein Minimum beschränken.

Dabei sind wir keine rücksichtslosen Eltern: Wir halten uns an die Haus- und an die Parkordnung. Wir steuern jede Woche unseren Anteil an Obst bei. Wir bringen Frühstück für die Gruppe mit, wenn eines unserer Kinder Geburtstag hat. Wir lassen die Kinder Zuhause, wenn sie krank sind. Das gehört sich so und ist absolut unstrittig. Aber wenn es um die Teilnahme an irgendwelchen Festen oder, schlimmer noch, deren aktive Mitgestaltung geht, hört es bei uns auf.

Muttertagskaffee: Eine feine Idee, wirklich, aber welche arbeitende Mutter kann 15 Uhr vor Ort sein – oder, im Idealfall, schon 14.45 Uhr, wenn sie gedenkt, einen Parkplatz zu bekommen – und hat dann noch die Zeit, sich eine Stunde lang zum gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen ins Gruppenzimmer zu setzen? Oma-und-Opa-Tag: Ebenfalls eine nette Sache, aber auch meine Eltern und Schwiegereltern sind berufstätig. Das macht es ihnen unmöglich, die für 15 Uhr angesetzte Veranstaltung zu besuchen. (Die Reaktion auf meine entsprechende Mitteilung war ein bedauerndes: „Das ist ja traurig für Nele. Dass dann gar keiner für sie da ist…“ Da war es wieder, das schlechte Gewissen.)

Nun also das Märchenfest. Ein paar Worte auf dem Zettel stechen mir besonders ins Auge: Nicht, dass die nächsten Feste für unsere Kinder ausfallen müssen. Jetzt mal ehrlich, für wen sind denn derartige Veranstaltungen wirklich gedacht? Für die Kinder, weil ihnen 5 Tage Kindergarten in der Woche noch nicht ausreichen? Weil sie ihre Freizeit statt Zuhause oder bei Ausflügen mit Mama, Papa, Oma, Opa auch am Wochenende viel lieber im Kindergarten verbringen? Hm. Ich wage vielmehr die Behauptung, dass solche Feste in erster Linie für die Erwachsenen sind. Für die Eltern und Großeltern, die sich vielleicht die Örtlichkeiten einmal genauer ansehen wollen, in denen ihre Kinder und Enkel in der Woche untergebracht sind, die sich vielleicht einmal ausführlicher mit den Erzierherinnen und Erziehern unterhalten wollen, ja, die vielleicht auch einfach nichts Anderes zu tun haben. Das ist vollkommen in Ordnung. Wer das Fest besuchen will, aus welchen Gründen auch immer, sollte sich auch in irgendeiner Form am entstehenden Arbeitsaufwand beteiligen. Wer seine soziale Ader auslebt, wer freiwillig aushilft, nur um des Helfens willen, der hat Achtung verdient.

Aber ich finde es absolut nicht in Ordnung, wenn uns ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, nur weil wir als arbeitende Eltern mit drei Kindern die wenige freie Zeit, die wir haben, nicht dem Kindergarten zur Verfügung stellen.

Dass soll keinesfalls heißen, dass ich die tägliche Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher nicht wertschätze. Im Gegenteil: Ich habe den größten Respekt vor ihnen, weil sie sich tagtäglich der Herausforderung stellen, sich um eine Horde mehr oder weniger gut erzogenener Kleinkinder zu kümmern, Essen, Schlafen, Spielen zu koordinieren, Basteleien erstellen und Lieder zu singen und Gedichte zu üben – und das bei vermutlich völlig unzureichender Entlohnung.

Ich könnte mir im Übrigen vorstellen, dass es auch den Erzieherinnen und Erziehern nicht an alternativen Ideen mangelt, wie sie ihr Wochenende gestalten könnten. Aber das ist natürlich nur so eine Vermutung.

Sie schlafen! Sie schlafen tatsächlich!

Schon eine ganze Weile tragen wir uns mit dem Gedanken, die räumliche Schlafsituation für die Kinder zu ändern. Heute Abend haben wir die Gelegenheit am Schopf gepackt: Ich habe Phil nicht, wie sonst üblich, in unserem Bett gestillt, sondern im bereits verdunkelten Kinderzimmer sitzend auf Lenas Bett (in einer ziemlich unbequemen und für die Zukunft verbesserungswürdigen Haltung). Danach habe ich ihn einfach sein eigenes Bettchen gelegt, wo seine Augen auch sofort zufielen.

Soweit hat das ja schon mal prima geklappt. Die wirkliche Herausforderung kam eine Stunde später in Form von Nele und Lena, die von Oma nach Hause gebracht wurden. D. und ich waren vorbereitet: Wir haben die Mädchen schon draußen in Empfang genommen, ihnen erklärt, dass Phil bereits schliefe – in ihrem Zimmer – und ihnen eingeschärft, im Haus keinen Lärm zu machen, damit er nicht aufwacht. Immer wieder haben wir ihnen eindringlich erklärt, dass es von essentieller Bedeutung sei, sich mucksmäuschenstill zu verhalten. Nun ja, möglicherweise war auch ein Anreiz in Form eines für den morgigen Tag in Aussicht gestellten Überraschungs-Eis im Spiel… Erst als wir halbwegs sicher gewesen sind, dass die Mädchen uns verstanden haben, betraten wir das Haus. Das Zähnputzen und Schlafanzug-Anziehen verlief dann tatsächlich in ungewohnter Ruhe. Und dann wurde es wieder spannend: Auf leisen Sohlen sind wir zu viert ins Kinderschlafzimmer geschlichen und haben Nele und Lena ins Bett gebracht. Natürlich ist Phil aufgewacht und hat uns mit großen Augen aus seinem Gitterbettchen heraus bebachtet. Aber – und das ist bemerkenswert – er hat nicht geweint. D. und ich haben den Mädchen noch einen Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn gedrückt und sind dann so schnell wir nur möglich wieder aus dem Zimmer verschwunden.

Dann war erst mal Ruhe. Beeindruckende fünf Minuten lang.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich aus dem Staub gemacht. Ganz hibbelig vor Neugierde auf den Fortgang unseres Schlafexperiments hielt ich es allerdings nicht lange ausgehalten, bis ihn ihn anrufen musste. Flüsternd erzählte er mir, dass Lena gerade nach unten käme und er sich erst mal um sie kümmern müsse. Also legte ich wieder auf.

Als ich später wieder nach Hause kam, schilderte D. mir den restlichen Verlauf des Abends: Die Mädchen hätten doch noch angefangen zu plappern, er hätte sie noch einmal ermahnt, dann seien sie ruhig gewesen. Danach hätte Phil begonnen, zu weinen, er hätte ihn beruhigt und anschließend wären alle eingeschlafen.

So einfach ist das?!

Ich fasse es nicht. Nun sitze ich am PC, halte immer wieder inne beim Tippen und lausche in den Flur hinein. Nichts zu hören aus dem Obergeschoss. Sie schlafen! Alle drei in einem Zimmer! Unglaublich.

Augen zu und weg

Nachts um zwei sitze ich auf dem Boden im Schlafzimmer, beobachte meinen Sohn, wie er vergnügt durch das Zimmer robbt und denke, ich bin im falschen Film. Was zum Henker läuft denn hier gerade?

Von 7 Uhr bis 10 Uhr schläft Phil brav und wacht erst auf, als ich ins Bett gehen will. Das an sich ist erst mal nichts Neues. Nur hat er wohl beschlossen, den Schlaf ab jetzt bis auf weiteres zu streichen. Ersatzlos. Phil bleibt wach. Hellwach. Wir halten sein Händchen, wir streicheln ihn, wir legen ihn zwischen uns ins Bett. Aber Phil schläft nicht. Weiterlesen…

10 Dinge, von denen ich nie dachte, dass ich sie mal tun würde

Dass sich das Leben mit der Entscheidung für Kinder grundlegend verändert, ist bekannt. Mit den äußeren Umständen ändert sich aber auch die eigene Einstellung, und das nicht selten in einer Form, die man früher – also in der Prä-Kind-Ära – nun wirklich nicht erwartet hätte. Hier kommt meine Liste der 10 Dinge, von denen ich nie dachte, dass ich sie mal tun würde: Weiterlesen…

Der erste Arbeitstag. Für zwei.

Heute war ein ziemlich spannender Tag für uns, an dem zwei große Premieren auf dem Plan standen: Phil hatte seine in der Kinderkrippe, und ich die meine auf Arbeit.

Der Wecker klingelte heute bereits 5.30 Uhr, statt, wie all die Monate zuvor, erst eine halbe Stunde später. Dank der zusätzlichen halben Stunde sind wir pünktlich 7 Uhr aus dem Haus gekommen. Und dann sind wir in Kolonne im Kindergarten eingerückt: Zwei Eltern und drei Tiets in zwei Autos, beladen mit zwei Rucksäcken, zwei Matschhosen, einer Baby-Trinkflasche und einem Gläschen Brei. Weiterlesen…

Es gibt Tage…

Es gibt Tage, an denen will nichts so richtig funktionieren. Und die enden in der Regel mit Abenden, an denen nichts so richtig funktioniert:

Phil hat schlechte Laune, jammert und weint, will nicht in das Laufgitter, nicht auf den Fußboden, aber auch nicht getragen werden. Abends schläft er nur mit Mühe ein. Auch mit den Mädchen klappt das Zubettgehen nicht: Lena steht ständig wieder unten bei uns im Wohnzimmer, jedesmal mit einer anderen Ausrede: Sie möchte kuscheln, sie hat ein Haar im Mund, sie hat Bauchweh, das Kirschkernkissen fällt immer runter vom Bauch… Weiterlesen…

Nächtlicher Ausflug ins Mittelalter

Es ist nachts, 1.58 Uhr. Ich wache auf mit dem vagen Gefühl, an der Wange von etwas Hartem getroffen worden zu sein.

Mühsam öffne ich die Augen, und erblicke direkt vor mir ein rundes, quietschvergnügtes Gesicht. Ich brauche mich gar nicht erst nach links zum Beistellbett zu drehen, um zu wissen, dass es leer ist. Weiterlesen…

Außenseiter-Mama

Manchmal fühle ich mich ein bisschen wie eine Außenseiter-Mama. Warum?
Ganz einfach: Ich bin der Meinung, dass der Beruf als Mama nicht die tollste, begehrenswerteste und an sich völlig ausreichende Aufgabe für das Leben einer Frau ist. Allein dies offen zuzugeben, ruft im Gespräch mit anderen Müttern häufig Stirnrunzeln hervor. Aber es kommt noch schlimmer: Ich liebe meinen Job. Den richtigen. Also den, der ein morgendliches Erscheinen im Büro voraussetzt, feste Pausenzeiten und eine begrenzte Zahl an Urlaubstagen beinhaltet und mich dafür jeden Monat mit einer Gehaltsabrechnung belohnt. Weiterlesen…

Willkommen in Leipzig, Paul!

Geschichten für kleine Stadt-Entdecker

Julia+4

moderatorin, buchautorin, mom of 4

Nieselpriem

Abenteuer rund um Aufzucht und Pflege der Jungen

Alltagswahnsinn

Der ganz normale Wahnsinn einer Dreifachmama

mutterchaos

Kinder-Museen-Alltags-Chaos