„After all, you have failed to bear me a son.“

Wer diesen Blog verfolgt, weiß, dass ich sehr gern lese. Dabei ist „gern“ eigentlich eine Untertreibung; vielmehr ist das Lesen eine meiner wenigen echten, tiefgehenden Leidenschaften. Wenn ich lese, kann mich ein Buch förmlich aufsaugen; während meine Augen den Wörtern hinterherjagen, finde ich mich wieder an all den Orten und zusammen mit all den Menschen, die der Schriftsteller auf den Seiten entstehen lässt.

Zurzeit lebe ich nun im frühen 16. Jahrhundert und begleite Anne Boleyn, die zweite der sechs Ehefrauen von Englands Heinrich VIII, deren Leben auf dem Schafott ein jähes Ende finden wird.

Und irgendwie lässt mich ihr Schicksal nicht los.

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Autotiet: Peugeot 309

Meine Firma hat ihre Mitarbeiter anlässlich der gerade stattfindenden IAA in Frankfurt dazu aufgerufen, eine kurze, persönliche Auto-Story einzusenden. Da ich eine große emotionale Bindung an unsere Fahrzeuge im Allgemeinen und den Peugeot 309 im Besonderen habe, konnte ich gar nicht anders, als dieser Aufforderung zu folgen. Irgendwie ist der Text dann etwas länger geworden als geplant…

Als meine Eltern kurz nach der Wende das erste Familienfahrzeug kauften, ahnten sie nicht, welche Auswirkungen ihre Wahl einmal auf die automobile Zukunft ihrer Kinder haben würde.

Es handelte sich um einen viersitzigen Kompaktwagen, einen Peugeot 309 Graffic in Magnumgrau. In der  dem Charme der Zeit entsprechenden eckigen Karosserie steckte ein karges Interieur: Auf ein Drehzahlmesser wurde zugunsten der Analoguhr verzichtet, Servolenkung und elektrische Fensterheber gab es nur in der Aufpreisliste, Airbags nicht einmal dort. Weiterlesen „Autotiet: Peugeot 309“

Eingeimpft (Teil 2)

Hier folgt nun die Fortsetzung meines gestrigen Eintrags.

Unser persönlicher Umgang mit dem Impfen

Bevor ich vor sechs Jahren das erste Mal die Aufklärungsbroschüre zum Impfen von meiner Kinderärztin in die Hand gedrückt bekam, war meine Haltung dazu ziemlich entspannt. Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt. Klar impfe ich. Wurde doch früher auch so gemacht. Die Wirkung ist enorm, die Nebenwirkungen sind begrenzt, das Risiko für Schäden klein. Das war in etwa das, was mir mein gesunder Menschenverstand gesagt hat, ohne, dass ich mich weiterführend mit dem Thema auseinandergesetzt hätte.

Das erste Mal habe ich aufgehorcht, als mich meine Mutti auf das Thema ansprach. Sie hatte gerade den Vortrag einer renommierten Heilpädagogin besucht, Weiterlesen „Eingeimpft (Teil 2)“

Eingeimpft (Teil 1)

Lange habe ich überlegt, ob ich hierzu etwas schreiben soll. Warum? Weil es mit dem Impfen ein bisschen wie mit dem Stillen ist: Es ist ein höchst kontroverses Thema, an dem sich die Gemüter erhitzen, bei dem es oft nur Schwarz oder Weiß gibt und die Vorbehalte auf beiden Seiten groß sind. Besonders kritisch ist, dass die Diskussion oft persönlich wird: Wirkt sich die elterliche Entscheidung zum Stillen „nur“ auf die eigenen Kinder aus, sehen sich Eltern, die dem Impfen kritisch gegenüberstehen, mit dem Vorwurf konfrontiert, sämtliche Menschen im Umfeld zu gefährden.

Kein leichter Stoff für einen Blogeintrag also. Und doch einer, der, so habe ich das Gefühl, angesprochen werden sollte. Weiterlesen „Eingeimpft (Teil 1)“

Wunderminuten mit dir #Blogparade

„Wunderminuten mit dir: Wie ich es liebe, deine Mama zu sein“ heißt die Blogparade, die Jeannine von Mini and Me im Januar ins Leben gerufen hat. Über zauberhafte Momente hat sie dort geschrieben, über Ideen, die manchmal einfach so im Kopf umherflattern wie bunte Schmetterlinge, zarte Worte, die voller Wärme stecken. Viele Bloggerinnen haben seitdem teilgenommen und ihre eigenen persönlichen, wunderbaren, anrührenden Zeilen geteilt. Weiterlesen „Wunderminuten mit dir #Blogparade“

Ein langes Wochenende im Bayerischen Wald

Ende Februar hat Lucas, der Cousin der Tiets, Geburtstag. Da er mit seiner Familie in München wohnt, reisen wir jedes Jahr um diese Zeit in die bayrische Metropole, um seinen Geburtstag zu feiern. Diesmal haben wir der Großstadt allerdings zugunsten eines verlängerten Wochenendes im Bayerischen Wald den Rücken gekehrt.

Los ging es am Donnerstag früh. Um nicht mit zwei Autos fahren zu müssen, hatten wir einen Transporter gemietet. Entsprechend schnell waren diverse Kinderfahrzeuge, Koffer und Proviant im Auto verstaut, waren Tiets, Eltern und Oma eingesammelt und angeschnallt. Weiterlesen „Ein langes Wochenende im Bayerischen Wald“

Das Buch, der Autor und Du #Blogparade

Heute Abend hatte ich plötzlich mal wieder so richtig Lust, an einer Blogparade teilzunehmen. Nach kurzem Suchen wurde ich fündig bei einem wirklich tollen Thema, das sich zur Abwechslung mal so gar nicht mit Kindern, Familie & Co. beschäftigt. Stattdessen geht es heute um etwas, das ich mit Fug und Recht als mein größtes Hobby bezeichnen kann: Das Lesen. Weiterlesen „Das Buch, der Autor und Du #Blogparade“

Philosophiefrage

Am Samstag habe ich die Weihnachtssachen weggeräumt. Zwei Schwibbögen und einen Herrnhuter Stern, viele Räuchermänner, viele Weihnachtsmänner, ein paar Engel und einen Nussknacker habe ich in die Kisten zurückverfrachtet, in dem sie die restlichen 11 Monate des Jahres ihr Dasein fristen. Ich genieße die anheimelnde Atmosphäre, die die Erzgebirgskunst jedes Jahr zur Weihnachtszeit in unser Zuhause bringt. Und doch muss ich doch gestehen, dass ich auch immer sehr glücklich bin, wenn ich endlich alles wieder wegräumen kann: Wenn mein Bücherregal nur noch Bücher beinhaltet und die Dekorationselemente im Wohnzimmer auf ihr übliches Minimum beschränkt sind. Dabei habe ich noch gar nicht alles geschafft: Draußen halten die Lichterkette über der Hemlocktanne und der Außenstern tapfer die Stellung, und in der Zimmerecke steht noch der Weihnachtsbaum, einsam und ungeschmückt vor sich hin nadelnd. Weiterlesen „Philosophiefrage“

Rückblick: Mein Bauch und ich

Beim Aufräumen meines PCs bin ich gerade auf den folgenden Eintrag gestoßen, den ich im Mai 2013, während meiner zweiten Schwangerschaft, geschrieben hatte. Zu der Zeit hatte ich noch keinen eigenen Blog, schien aber bereits damals schon mal für so einen Fall üben zu wollen. Damit meine Gedanken zum Bauchwachstum in Schwangerschaft Nummer 2 nicht länger in der virtuellen Schublade verstauben, teile ich sie nun mit euch – etwas verspätet, aber was soll’s 🙂 :

Manchmal kann ich die Welt einfach nicht verstehen. Wenn ich mitten im Winter Erdbeeren im Supermarkt sehe. Wenn mir der (zugegeben inzwischen selten gewordene) Anblick eines Fiat Multipla auf offener Straße beweist, dass dieses Meisterstück automobiler Designkunst tatsächlich Käufer gefunden hat. Und neuerdings auch, wenn meine Mitmenschen die Größe meines Bauches kommentieren. Weiterlesen „Rückblick: Mein Bauch und ich“

10 Dinge, die ich als Mutter gut mache #Blogparade

Soeben habe ich nicht nur einen neuen Blog gefunden, sondern auf ebendiesem auch gleich eine wunderbare Blogparade: Jil postet auf „von Herzen und Bunt“, auf welche Dinge sie als Mutter besonders stolz ist.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ja an dieser Stelle aufgelistet, was mir zur „idealen“ Mutter fehlen würde (wenn ich denn versuchte, eine zu sein 🙂 ). Ich wollte schon ewig einen Folgebeitrag dazu schreiben. Schluss mit der ewigen Selbstkritik! Es gibt doch so viele Dinge, die wir Mamas toll machen. So viele Gründe, warum wir genau das sind, was unsere Familie braucht – und die die kleinen Mängelpunkte bei weitem überwiegen. Es ist an der Zeit, sich dessen mal wieder bewusst zu werden, und dafür passt Jils Blogparade perfekt.

Ich habe den Titel leicht abgewandelt, damit er in meine Kategorie „10 Dinge…“ passt, und so muss ich mein Gehirn ganz schön anstrengen, um statt der ursprünglich 5 nun 10 Punkte zu finden, die mir als Mama – beziehungsweise D. und mir als Eltern – wirklich gut gelingen. Nun denn, hier kommen sie:

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