It’s Party Time… again

Der Herbst brachte uns Neles sechsten Geburtstag und damit auch die nächste Kindergeburtstagsfeier.

Das Motto

Es war nicht allzu schwer, ein passendes Thema zu finden. „Die Eiskönigin“ haben wir dankenswerterweise hinter uns gelassen, die Disney-Prinzessinnen laufen im Alltag eher unspektakulär so nebenher und „Mia & me“ ist in erster Linie Lenas Ding (und hoffentlich bis zum nächsten Jahr, wenn sie ihren ersten Kindergeburtstag feiern darf, vergessen). Nele hat dafür unlängst ihre Faszination an den Abenteuern der Hexe Bibi Blocksberg und ihrer Freundin Tina sowie, damit einhergehend, an Pferden entdeckt. In diesem Sinne lautete das das Motto der Party diesmal „Bibi & Tina“.

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Die Gäste

Ich muss gestehen, dass die Anzahl der Gäste dieses Jahr ganz banal von der Menge der Einladungskarten determiniert wurde. Ich hatte via ebay ein Set Einladungskarten und Geschenke-Boxen mit „Bibi & Tina“-Motiv geordert – ein Set umfasste jeweils 6 Stück und zack, schon stand die maximale Größe der Gästeschar fest…

Vier Gäste standen in Form einer Gegeneinladung sowieso schon fest. Darüber hinaus suchte sich Nele zwei weitere Freundinnen aus: Von einer der beiden erfuhr ich erst zu diesem Zeitpunkt, dass eine freundschaftliche Beziehung zu meiner Tochter bestand („Sie hat in letzter Zeit immer so schön Pferd mit mir gespielt, Mama.“), die andere stammte erstaunlicherweise aus Lenas Kindergartengruppe, war also gut zwei Jahre jünger.

Für Phils Betreuung hatten sich an diesem Nachmittag Onkel Tom und Tante Anne bereit erklärt (danke noch mal!). Insgesamt kamen wir damit auf eine relativ bunt gemischte Truppe von acht Kindern: ein Junge und sieben Mädchen, drei Schulkinder und fünf Kindergartenkinder, zwei Vierjährige und sechs Sechsjährige.

Die Geschenke

Wie üblich hatten alle Eltern vorher gefragt, womit sie Nele eine Freude machen konnten. In der Folge wurde sie reich beschenkt mit verschiedenen CDs und DVs von „Bibi & Tina“, einer Pferdekoppel von Schleich, einem „Lego Friends“-Geländewagen und einer „Bibi Blocksberg“-Hexenkugel, die im Laufe des Abends zum absoluten Favoriten avancierte.

Das Essen

Für das Kaffeetrinken hatte ich einen Zebrakuchen gebacken, der optisch erstaunlich gut gelang, geschmacklich in Ordnung, aber nicht wirklich ein Highlight war. Für das Abendessen hatte ich geplant, Burger selbst zu machen. Ich buk die Brötchen selbst und bestreute sie mit Sesam, bereitete die Patties vor, schnitt Tomaten und Salat, stelle Käsescheiben, Mayonnaise und Ketchup bereit, und… naja. Der Erfolg war mäßig. Die meisten Kinder ließen ihren Burger halb gegessen auf dem Teller zurück, eines wagte sich von vornherein überhaupt nicht daran und zog das ersatzweise angebotene Filinchen mit Butter und Salz vor. Es sieht aus, als wären nicht nur die Tiets äußerst wählerische Zeitgenossen (Wir haben die Burger natürlich auch gegessen. Sie schmeckten einwandfrei, ehrlich).

Das Programm

Wir hatten Lena zum letzten Geburtstag ein „Bibi & Tina“-Spiel geschenkt, das zwei Steckenpferde aus Plastik beinhaltete sowie verschiedene Aktions-Karten, die auf einer Art Parcours „durchritten“ werden müssen. Genau das richtige, um acht energiegeladene Kinder auszupowern, dachten wir. So borgten wir uns (mit Lenas Erlaubnis natürlich) das Spiel für die Feier aus. Damit jeder der kleinen Teilnehmer ein eigenes Pferd hatte, baute der beste Ehemann der Welt – nach einer Vorlage aus dem Internet – sechs weitere wunderschöne Steckenpferde, diesmal aus Holz. Anschließend versah ich die Pferdeköpfe mit Konturen. Die Kinder durften dann die Mähne ihres eigenen Pferdes personalisieren – ich hatte alle möglichen bunten und glitzernden Edding-Stifte besorgt, und tatsächlich machte sich jeder mit Feuereifer daran, die schönste, bunteste, am ausgefallensten gemusterte Pferdemähne zu entwerfen.

Das Spiel selbst lief leider nicht ganz so gut. Zum einen stieg  Lena (die Wettkämpfe jeder Art sowieso verabscheut – hätten wir uns eigentlich denken können) gleich zu Beginn komplett aus, dicht gefolgt vom Geburtstagskind Nele, deren Ehrgeiz sich nicht vertrug mit der Tatsache, dass sie ihrer Meinung nach beim Spiel viel langsamer vorankam als die anderen Kinder. Zwei weinende Kinder (und dann auch noch die eigenen) – nicht unbedingt der ideale Auftakt. Zum anderen gestaltete es sich einigermaßen schwierig, den Kindern die auszuführenden Aktionen an den einzelnen Stationen zu erläutern. Sie waren verständlicherweise ungeduldig und konnten es kaum erwarten, loszureiten. Außerdem hatten wir den Parcours durch den Garten wohl zu groß gewählt, so dass die Kinder am Ende schneller aus der Puste kamen, als wir uns vorgestellt hatten, und die Lust verloren. Zu allem Überfluss begann es dann noch zu regnen, und wir mussten unseren Ausflug nach draußen dauerhaft abbrechen. Schade eigentlich, bei so vielen tollen Pferdchen.

Drinnen wurde das Ganze entspannter. Die Kinder verteilten sich in Gruppen und spielten ziemlich lange, zufrieden und erstaunlich friedlich mit den Spielsachen der Tiets, so dass weitere administrative Anleitung durch uns überflüssig war. Später wurde die oben erwähnte Hexenkugel erprobt, die jeweils vier Kinder auf einmal so begeisterte, dass sie den ganzen Abend immer wieder aufs Neue nur damit spielen wollten.

Das Fazit

Möglicherweise liegt es daran, dass ich gesundheitlich etwas angeschlagen war, oder daran, dass Phil uns nach wie vor jede Nacht aus Neue den Schlaf raubt, oder daran, dass wir eben immer älter werden – auf jeden Fall empfanden sowohl D. als auch ich diesen Kindergeburtstag als wesentlich anstrengender als den im letzten Jahr. Unabhängig davon schienen alle Kinder ihren Spaß gehabt zu haben. Auch Nele, die den Ärger beim Pferdeparcours schnell wieder vergessen hatte, redete noch Tage später davon, dass sie „wünschte, der Kindergeburtstag hätte noch viel, viel länger gedauert“. Selbstverständlich durften die Gäste ihre selbst bemalten Pferdchen auch mit nach Hause nehmen, so dass am Ende alle glücklich waren – und das ist ja schließlich die Hauptsache.

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